Kommentare Anderer zur THC-Rubrik

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Eigentlich wollte ich meine WebSite und das zugehörige Gästebuch nie als Forum von THC-Befürwortern und -Gegnern verstanden wissen. Mir war bewußt, daß die kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema vor allem bei den bereits (oft unbewusst) von THC psychisch Abhängigen Trotz- und Wutreaktionen auslösen würde.

Dies hatte jedoch zu einem erschreckenden Ausmaß geführt, zwischenzeitlich wirkte mein (jetzt altes) Gästebuch wie eine Plattform der Hobby-Kiffer - leider sind viele derer Einträge weder gehaltvoll noch stichhaltig, oft sogar paradox.

Nur sehr wenige haben sich wirklich die Mühe gemacht, ihre Sicht auf objektive Weise darzustellen. Diese Seite führt einige besonders gut gelungene Kommentare auf, die wohl sonst unter dem Berg der übrigen verschwinden würden.

Vielleicht wird die THC-Rubrik eines Tages ihr eigenes Gästebuch oder ein Forum erhalten.

Kommentar von: Manche Leute

AN ALLE DROGENKONSUMENTEN, die sich von kritischen Webseiten über Drogenmißbrauch persönlich beleidigt fühlen:

Es gibt auf dieser Welt 'ne Unmenge von Menschen. Viele davon kümmern sich nur um sich selbst, vielen ist eigentlich alles außer dem eigenen Wohl mehr oder weniger egal. Das ist ok, das ist normal, so funktionieren die Leute eben.

Ab und zu passiert es aber doch, daß man jemanden trifft, dem die anderen Leute nicht völlig egal sind, der versucht, zu helfen, der versucht, was zu verändern. Von denen gibt's nicht viele. Wenn du hundert Menschen kennenlernst, sind vielleicht drei von dieser Sorte dabei. Und Marc ist einer ihnen.

Wer glaubt, daß jemand sich die Mühe macht, eine Webseite über Drogenmißbrauch zusammenzustellen, ohne von seiner Sache überzeugt zu sein, ohne schon selbst Erfahrungen mit Drogen gemacht zu haben, der muß schon ziemlich naiv sein.

"Erfahrungen mit Drogen" - die einen meinen damit natürlich nur die kostbaren Momente nach dem Schuß, nach dem ersten Zug, nach der zehnten Flasche, wenn sich die ganze konzentrierte Scheiße der Welt in ein obergeiles Glücksgefühl/in absolute Gleichgültigkeit auflöst.

Aber was ist mit den anderen Erfahrungen?

Die Freunde und Bekannte, die mitansehen müssen, wie sich die Betroffenen langsam gehen lassen, wie diese sich in eine Scheinwelt verkriechen und ihr Leben teilweise oder auch komplett von der Droge bestimmen lassen und ihre unbequemen, echten Freunde mit der Zeit abservieren - machen solche Leute etwa keine "Erfahrungen mit Drogen".

Der 20jährige Autofahrer, der 50 Jahre zu früh die Sterbestatistik in die Höhe treibt, nur weil der Typ im anderen Auto sich sicher war, daß er sich nach dem letzten Glas/nach dem letzten Joint wieder "voll unter Kontrolle" hatte, was ist mit seinen Erfahrungen?

Auch die über 100 000 Drogentote, die von einem der vielen Befürworter in diesem Guestbook als paradoxes Argument *FÜR* den Drogenkonsum herhalten mussten, haben unbestreitbar ihre Erfahrungen mit Drogen gemacht.

Wenn jemand Drogen nimmt, egal wie hart, weich oder legal, dann ist das in erster Linie seine eigene Entscheidung. Die ist zu respektieren, auch wenn man sie persönlich nicht gut heißt. Sobald aber Andere darunter leiden müssen, seien es Freunde oder Verwandte oder unbeteiligte Dritte ODER ENGAGIERTE WEBSEITENVERFASSER, dann verliert man damit jeden Anspruch auf die "eigene Freiheit".

Das es Leute gibt, die durch Drogenkonsum ihr Leben ruinieren, unabhängig vom ach-so-niedrigen Suchtpotential einer bestimmten Droge, ist unbestreitbar. Da helfen auch keine zwanghaften Vergleich mit anderen Drogen, die ja "viel, viel schlimmer und zudem noch legal" sind.

Das es außerdem Leute gibt, die nichts besseres zu tun haben, als mit ihrem verbalen Eiterausfluß das Netz zu verschmutzen und andere Menschen persönlich fertigzumachen, nur weil diese eine unterschiedliche Meinung haben, zeigt außerdem, wie stark die Selbstbeherrschung und Selbstkontrolle von Drogen aufgelöst wird.

Eine zugedröhnte Birne ist keine Voraussetzung für eine eigene Meinung zu diesem Thema: der eigene, un-abhängige Verstand reicht schon aus. Aber diese Erkenntnis schwindet scheinbar schon nach den ersten paar Zügen an 'nem Joint...

Noch ein paar abschließende Worte an Marc: mach weiter so! Dein Weg ist nicht der einfachste, aber es gibt schon zuviele Menschen, denen alles egal ist. Und laß' Dich nicht dadurch entmutigen, daß sich gelegentlich jemand auf der anderen Seite des Netzes über die Tastatur erbricht und einen Guestbook-Eintrag im "Du-bist-scheiße"-Stil verursacht: die Mehrheit der Leser kringelt sich bei solchen Typen vor Lachen.

Gruß, Some "der herrschenden Anonymität entsprechend" People

Kommentar von: JT

Hallo Marc,

ich habe mich zwar schon einmal in deinem Gästebuch eingetragen, wollte aber noch ein paar wichtige Sachen zum Thema THC-Konsum loswerden.

Ich will nicht behaupten, daß ich über alles bescheid weiß, und ich zähle mich auch nicht zu den Menschen, die um jeden Preis Recht haben wollen, aber ich versuche meine persönliche Sichtweise so darzustellen, daß sie für Außenstehende verständlich, und logischnachvollziehbar ist.

Ich vertrete auch nicht die Meinung, daß meine Sicht der Dinge die ultimative Erkenntnis ist, und daß es keine anderen Meinungen geben darf, NEIN, ich finde man sollt alle Aussagen und Meinungen anhören, und versuchen sich in die Personen hineinzuversetzen, die bestimmte Standpunkte vertreten.

Hierzu möchte ich euch kurz ein paar Beispiele geben:

Beispiel 1) Nehmen wir an, es gibt eine Person, die ständig mit Freunden, die sie schon länger kennt, THC konsumiert, und sich dabei eigentlich immer locker und cool vorkommt. Und stellen wir uns mal vor, daß diese Person mit der Droge THC noch keinen negativen Erfahrungen gemacht hat. Zusätzlich empfindet derjenige die "positiven" sowie die momentan unbemerkten "negativen" Wirkungen des Konsums als normal, da es ja genauso all seine Freunde und Kumpels durchmachen, die er/sie vielleicht schon seit dem Kindergarten oder so kennt, und dadurch wird diese Person mit Sicherheit nicht so schnell über ihr Tun nachdenken, wie jemand, der als einziger etwas tut, und ständig mit Personen zusammenkommt, die dieses "Tun" nicht mit ihm teilen.

Deswegen denke ich kommen manch negative Aussagen über den THC-Teil dieser Hompage zustande, da diese Personen eventuell in ihrer derzeitigen Phase so "zufrieden" sind, daß sie das Thema "Kiffen" mit Händen und Füßen verteidigen, als sei es das Wichtigste in ihrem noch jungen Leben.

Ja, ich bin mir sogar sicher, daß es der Kick ist, den diese Personen vom Kiffen bekommen, der zu solchen Aussagen verleitet ==> natürlich nur, wenn man den ständigen Konsum erhöht, denn sonst wird man nicht mehr richtig "Dicht". Oder wenn man nur ab un zu Kifft, also zu den sogenannten Gelegenheitskiffern gehört.

Naja, wisst ihr, manchmal denke ich echt, die sind doch alle am "Arsch", wenn ich sehe wie sich meine einst besten "Kumpels" schon so weit gesteigert haben, daß sie am Tag schon gar nicht mehr ohne ihre bestimmt Anzahl an "Hits" auskommen können. Ich sag es dann auch zu ihnen, aber dann kommt bei den meisten doch bloß wieder so ein dummer insider Spruch wie: "Ach was sammal, ein Hit brauch ich schon noch, was geht bei dir?".

Egal, wie auch immer, kommen wir jetzt zur nächsten "Gruppe".

Beispiel 2) Hierzu zählen die Personen, die kein THC konsumieren, und die es warscheinlich auch niemals vorhaben, da sie vielleicht im Freundeskreis bemerken wie sich jemand durch das Kiffen verändert, und sich mehr und mehr mit Symptomen wie Gedächtnisschwund, Konzentrationsschwierigkeiten und ständiger Übermüdung auseinandersetzen muß, vom körperlichen Abbau mal ganz zu schweigen.

Und gerade diese Personen sind es, die im Gästebuch den THC-Teil loben, weil sie eben genau das gesehen haben, was in den 3 Artikeln (Hasch im Hirn, usw.) geschildert wird. Und um ehrlich zu sein, ist dies auch die Gruppe von Menschen, die nüchtern Fakten zusammentragen und aber letztlich auch mit beiden Beinen im Leben stehen.

Diese Personen sind es, die sich weiterentwickeln, und ständig positive Energien tanken, wie jeder andere nicht Drogen-konsumierende Mensch auf der Welt auch, im Vergleich dazu die bekennenden Kiffer zu denen ich mich auch einmal stolz zählte, die doch eigentlich früher oder später alle anfangen geistig als auch körperlich abzubauen ==> So weh es mir tut, (in Gedanken an all meine liebgewonnenen Kumpels) aber die letzteren sind auf Dauer leider die VERLIERER.

Deswegen glaube ich kommen die unterschiedlichen Meinungen in diesem Gästebuch zustande, die aber keineswegs verurteilt werden sollen, sondern mit Verständnis für die jewielige Person gehandhabt werden sollten, denn "Unwissenheit" ist ja keine Straftat.

Jetzt aber zu mir. Ich habe das alles schon durchgemacht, vom ersten Joint, den man in seiner kindlichen Euforie mit irgendwelchen Kumpels raucht, bis hin zum täglichen Pfeife rauchen, und auch vor chemischen Drogen habe ich nicht gestoppt. Ich war so "drauf", daß ich Joints nur noch so nebenher geraucht habe, praktisch wie andere eine Zigarette, und ich habe mich und meine Freunde genause mit dummen Sprüchen gegenseitig "aufgepushed". Unsere Unterhaltungen bestanden nur noch aus " he, was geht bei dir? ", " ich schhwörs dir, ich bin Übbadicht! ", " komm rauch ma erst mal n Hit du Penner ", und den Rest könnt ihr euch ja denken...aber dieses Gelaber entsteht bloß, weil sich mal wieder eine Gruppe junger Mensche gefunden hat, die alle das selbe "Hobby" haben, oder glaubt ihr wirklich, daß diese ganzen Jungs und Mädels sonst die ganze Zeit über den gleichen Scheiß machen würden, wenn sie nichts hätten, was sie verbindet?

Wißt ihr, zu den Kiffern zu gehören ist leicht, den Scheiß zu machen, was alle machen ist kein Kunststück, aber ich und einige meiner besten Kumpels, wir haben es endlich geschafft unserem Körper diese ganzen Drogen und Gewohnheiten abzugewöhnen, und wißt ihr was wir den ganzen Tag machen? Wir essen, trinken und lachen, und kommen jeden Tag auf was neues. Und das Beste ist ja, unsere Kurve geht täglich tendentiell nach oben, wobei unserer Vorsprung gegenüber den Kiffern immer größer wird, die sich nämlich immer weiter reinziehen lassen. Ich nehme jetzt jede Woche zu, und hab bald das Gewicht wieder, daß ich vor den ganzen Exzessen hatte. Und das allerbeste ist, daß ich allmählich wieder das Gefühl von "Power" spüre, was sich in vielerlei Hinsichten auswirkt, oder glaubt ihr im Ernst ich hätte es in "Übbadichtheit" zustande gebracht klar zu denken und der Welt diese Gedanken mitzuteilen.

Für diejenigen, die vielleicht irgendwann aufhören wollen, denkt dran: "Am Anfang ist ein großer Berg, ... bla, bla, bla, ich weiß. Aber es ist halt echt so. Glaubt mir, wenn ich euch irgendwie überzeugen könnte, dann würd ich euch Kiffern allen helfen, und versuchen es zu stoppen, daß sich euer Körper langsam aber sicher zum "ZOMBIE" verwandelt.

P.S. Es ist niemals zu spät !!! -- Ich hoffe es hat euch was gebracht

Ciao JT

Kommentar von: JT

Ich hab mir nur dein (euren) Bericht über Haschisch angekuckt, und finde du hast echt recht, ich Kiffe zwar schon seit zwei Jahren, aber in letzter Zeit ist es so intensiv geworden, daß ich jetzt einfach keinen Bock mehr habe, und mich ohne einen Joint einfach besser fühle. Haschisch zerstört indirekt.

Man merkt es zwar nicht, aber man strebt jeden Tag auf`s neue einen Joint oder Pfeife zu rauchen, und findet im normalen Alltag keine Erfüllung mehr, man kommt deswegen so schlecht weg, weil man sich erst wieder an den normalen Tagesablauf gewöhnen muß, und an sich arbeiten, dann geht`s schon, und wnn man den riesigen Berg bezwungen hat, geht alles auch ganz einfach, und jetzt, wenn meine Kumpels was Fumen, dann hol ich mir lieber was zum essen, was meinen Körper auf dauer besser tut.

Und jetzt bin ich langsam oben auf dem Berg, und merke, daß meine Kumpels fertig aussehen (von Tag zu Tag schlimmer) und ich von Tag zu Tag besser (gesünder) ==> liebt euch selbst, und nehmt keine Drogen !!! Meine Devise!!! Tschüß du, und schreib mir doch mal deine Meinung, vielleicht kann ich dir dann mehr über das ganze schreiben.

Kommentar von: Anonym

Erstmal ein Lob ... LOB

zu: THC-Konsum und Folgen

Lob für Objektivität und Information, jeder sollte so handeln, wie er es aus Gründen von Ethik, Wissensstand und Gefühl empfinded. Deine Fakten über THC sind nicht veraltet und aus den Tiefen der primitiven Repressionspolitik.

Ich gehöre momentan dem "anderen Lager" an und setzte mich auch momentan überzeugt für die Legalisierung ein, allerdings in erster Linie für die Medizinische. Zum Genußmittelgebrauch ist, meiner Meinung nach, der Streit noch nicht zu entscheiden, gerade eben aufgrund der sozialen Aspekte, die Du erwähnst und die ich (schmerzlich war die Erkenntnis) teilen muß. Aber es gibt auch die andere Seite und die Diskussion darf nicht aufgrund von Repressionsmoral entchieden werden, sondern aufgrund von Objektivität. Ich denke diesen Standpunkt kann man verstehen. Je nachdem wie eingefahren man ist.

NIEMAND WEISS ALLES!

Gegen Repression, aber für Diskussion. Gegen Blindheit (der Dunst machts), rote Augen auf!

Gute Homepage!

Grüße, .

Zum Schluß noch eine Anmerkung von: Heike

Hi, eure Seite zum Thema "Haschisch" hat mich echt beeindruckt. Endlich wird die Sucht auch mal ernst genommen, denn allgemein wird es doch heftigst herunter gespielt.

Mein Partner ist Haschisch-süchtig, und das nicht zu knapp. Hat er mal nicht's da, tickt er völlig aus. D.h. nur wenn die Lebensumstände nicht alle in Ordnung sind.

Heike


Hier noch Texte die vor kurzem zugesandt wurden:

Betrifft THC, nach 15 Jahren Dauerkonsum von Haschisch, ca. 4 Joints / Tag(die einzige Drogenfreie Zeit war ein 4monatiger Gefängnisaufenthalt vor 12 Jahren) möchte ich etwas zur Aufklärung beitragen. Ich bin nun 37 Jahre alt, habe meine zweite Firma aufgebaut, im letzten Jahr ca. 200.000,-DM an der Börse verspekuliert, war gerade dabei meine schwangere Frau wegen meines Drogenkonsums zu vertreiben und so langsam erst wurde mir bewußt, wie ich mein Leben durch den Haschischkonsum verpfuscht habe. Dank meiner hohen Intelligenz nur konnte ich mir eine zweite eigenständige Existenz aufbauen, aber ich baute die letzten Jahre, psyschisch, körperlich und emotional immer mehr ab. Ich wurde zu einem Dämon, ich entwickelte Phantasien die zu äußern, ich mich nicht traue. Ich weiß es nun, Haschisch ist Teufelszeug, ich weiß auch, daß die Terroristen von N.J. Haschischraucher waren, ich kenne diese Phantasien vom Paradies, wo lauter hübsche junge Frauen und sprudelnde Springbrunnen um einen sind. Meine Frau war mit Zwillingen schwanger, eins davon war Mongoloid, wir ließen es durch eine Spritze töten, das zweite Kind wird wohl eine Frühgeburt und so langsam dämmert mir, daß das alles mit meinem Dauerkonsum zu tun hat. Ich habe meiner Frau versprochen aufzuhören, 6 Wochen nichts geraucht, heimlich gekifft, klar wir Kiffer sind ja total cool, dann hatte ich wieder meine Ausraster, an die ich mich dann Stunden später kaum noch erinnern kann. Nun hat meine Frau Angst vor mir, ich der ich als Kind so sensibel war mit einem gewaltätigen, Alkohol trinkendem Vater. Ich mach jetzt Therapie, ich denke ich brauche 1 bis 2 Jahre um wieder normal zu werden und in der Zeit brauche ich Kraft und Disziplin, denn erst einmal wird die Welt grau und öde werden. Aber ich will leben, ich will ans Licht, will kein Zombie sein, will nicht zum Bösen Teil der Welt gehören. Denkt darüber nach bevor es zu spät ist.